Ausstellungen

Porträt eines Mädchens mit einem Kissen im Rücken.

19.02. – 28.03.2026


Karin Hirschle

ZU_FLUCHTEN

Eine künstlerische Spurensuche zwischen Schutzraum und Entwurzelung


Vernissage: Donnerstag, 19. Februar 2026, 19 Uhr

Eine Einführung in die Werke gibt Debra C. Schröter

Die Ausstellung ZU_FLUCHTEN setzt sich intensiv mit der schmerzhaften Spannung zwischen rettender Zuflucht und dem Trauma der Flucht auseinander. In einem dichten Parcours aus Malerei, Studien und einer begehbaren Installation führt die Schau durch vier Themenräume, die den Bogen vom historischen Mauerfall bis zur Zerstörung kindlicher Geborgenheit spannen.

Der Rundgang beginnt mit der Systemgewalt des 9. November 1989, als die Statik der Macht der Dynamik der Freiheit wich. Es folgt die Auseinandersetzung mit der Pandemie-Isolation – ein „Zustand des Dazwischenseins“, der die Frage nach inneren Rückzugsorten stellt. Wo gesellschaftliche Systeme versagen, wird die Natur als archetypischer „Unterstand“ und stiller Zeuge thematisiert.

Den emotionalen Höhepunkt bildet der radikale Bruch in der „Sperrzone Kindheit“. Hier trifft buntes Spielzeug auf militärische Gewalt, wodurch das traumatische Vakuum physisch erfahrbar wird. Die finale Installation „Zwischen den Welten“ löst schließlich die Grenze zwischen Kunst und Realität auf. Die gezeigten Studien menschlicher Füße unterstreichen dabei die Kernbotschaft der Ausstellung: In der Zuflucht bleibt kein Platz für Ballast; man trägt nur die eigene, verletzliche Existenz in das Ungewisse.

Finissage: Samstag, 28. März 2026, 14 Uhr

Die Künstlerin ist während den Öffnungszeiten anwesend.
Karin Hirschle: Tel. 0151 6144 8355

Drei Jugendliche vor nächtlicher Großstadtkulisse.

System 6

08.01. - 14.02.2026


Frank Altmann

I like birds (mixed media)


Vernissage: Donnerstag, 8. Januar 2026, 19 Uhr

Frank Altmann blickt zurück. Zurück auf die Zeit vor rund hundert Jahren, als die Moderne gerade ihre volle Fahrt aufgenommen hatte. Denn die Moderne hat es ihm angetan, ist sie doch die Epoche, die unsere Zeit stärker geprägt hat als jede andere davor oder danach. Und so nähert er sich ihr auf unterschiedlichste Weise in seiner künstlerischen Arbeit, beschäftigt sich mit ihren Überzeugungen und Grundlagen und mit unserer Vorstellung von ihr.

Für eine seiner Werkreihen durchforstet er etwa Bibliotheken und Archive nach Werken noch früherer Epochen, immer auf der Suche nach jenem Detail, das auch als moderne Kunst funktionieren könnte. Für weitere Werkreihen verwandelt er Gemälde der klassischen Moderne in Versuchsanordnungen für Tiere oder untersucht die Systematiken von alten Druckerei-Setzkästen auf ihr Bildpotential und ihre strukturelle Nähe zu konkreter Kunst.

Finissage: Samstag, 14. Februar 2026, 14 Uhr

Der Künstler ist am 10.01., 17.01., 24.01., 31.01.2026

sowie bei der Finissage am 14.02.2026 anwesend.



Das sagt die Presse:

„Auf den ersten Blick erinnern seine Vogelhäuser an kommerzielle Kuckucksuhr-Designobjekte, die künstlerische Strömungen der Vergangenheit aufgreifen. Auf den zweiten Blick jedoch merkt man: da steckt mehr dahinter. Altmanns kantige Kästen greifen die Form- und Farbsprache von Kasimir Malerisch und Piet Mondrian auf … Ist das nur ein lustiges Zitat der so ernsten und grundsätzlichen Moderne, die vor hundert Jahren die Kunstwelt erschütterte? Eine postmoderne Spielerei? Dass mehr dahinter steckt, beweist schon die Konsistenz, mit der Altmann sich mit früheren Kunstformen befasst, und die Vielschichtigkeit der Bezüge, die er herstellt.“
Juliana Eiland-Jung in der Badischen Zeitung vom 10. Januar 2026

Versuchsanordnung, um herauszufinden, was Spatzen von der Moderne halten (K.S.M. 1)

Produktkunst: Verschiedene Kunststoffteile der Firma Haller, aus denen die Künstler*inenn des Vereins Kunstwerke geschaffen haben.

27.11.2025 - 03.01.2026


Künstlerinnen und Künstler der Galerie

Produktkunst


Vernissage: Donnerstag, 27. November 2025, 19 Uhr

Wie in den vergangenen Jahren wird unser Verein auch in diesem Jahr die Tradition der alle zwei Jahre stattfindenden „ProduktKunst“ fortführen. Bei diesem beliebten Format, an dem schon viele namhafte Lahrer Betriebe beteiligt waren, kreieren  Kunstschaffende des Vereins in Zusammenarbeit mit einer Lahrer Firma Kunstwerke aus Produktionsüberschüssen, Fehlproduktionen oder Ausschussware.

Unser diesjähriger Partner ist die Firma Willi Haller GmbH aus Lahr-Sulz, ein familiengeführtes Unternehmen, das seit 1954 im Werkzeugbau und in der Kunststoffverarbeitung tätig ist. Der Betrieb entwickelt und produziert hochwertige Spritzgießwerkzeuge sowie technische Kunststoffteile für verschieden Branchen.

Aus diesen Teilen entstehen 25 künstlerische Arbeiten, die Material, Form und Funktion in einen kreativen Kontext stellen. Neben Skulpturen, Objekten, Schmuck, Druck und Assemblagen werden auch Fotos zu sehen sein. Wie immer erwartet die Besucher ein bunter Strauß an vielseitiger, einfallsreicher Kunst, bei der Kunst und Industrie eine spannende Verbindung eingehen.

Finissage: Samstag, 03. Januar 2026, 14 Uhr

Produktkunst: Blick durch ein Galeriefenster in den Ausstellungsraum mit einem Werk der Künstlerin Andrea Krappitz.

Eine Fotoarbeit der Künstlerin Inge Reuter-Eck.

09.10.2025 - 15.11.2025


Inge Reuter-Eck

Tapisserien + Fotografien


Vernissage: Donnerstag, 9. Oktober 2025, 19 Uhr


Inge Reuter-Ecks großformatige Tapisserien, gewebte Bilder, treten in dieser Ausstellung in einen sensiblen Dialog mit ihren Fotografien. Die Motive, die sie zufällig findet, überraschen, weil sie mit ihren wenigen gegenständlichen Anhaltspunkten eine subtile Vielschichtigkeit, Kraft und Eigenheit entfalten. Die Schnelligkeit der Fotografie kontrastiert mit dem langsamen Entstehungsprozess der Tapisserien, an denen die Künstlerin oft Monate arbeitet. Auch diese sind abstrakt, öffnen aber vielfältige Assoziationen für den Betrachter.


Das Randständige, Brüche, Risse und Verwerfungen sind ein roter Faden, der sich durch beide Werkgruppen zieht. Damit reagieren die Werke der Künstlerin sensibel auf aktuelle Strömungen, für die sie zu einer ästhetischen Metapher werden.


Inge Reuter-Eck lebt in Freiburg, hat in Stuttgart und Reykjavik Kunst studiert und war u.a. in Lahr als Kunsterziehern tätig. Weben und Fotografieren bilden seit Jahrzehnten den Kern ihres künstlerischen Schaffens. Sie stellte u.a. in Tübingen, Reykjavik, Wroclaw, Nîmes und Lahr aus. Einige ihrer Arbeiten sind in öffentlichem Besitz.


Finissage:
Samstag, 15. November 2025, 14 Uhr

Eine Tapisserie der Künstlerin Inge Reuter-Eck.